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Link in Bio für Tattoo Artists: was auf die Seite gehört (und was nicht)

Aktualisiert am 13. September 2026

Kurz gesagt

Auf die Link-in-Bio-Seite eines Tattoo Artists gehören sieben Bausteine in dieser Reihenfolge: Buchung oder Anfrage zuoberst, dann Flash, Verfügbarkeit und Guest Spots, Warteliste, Booking Info mit Aftercare und FAQ, Portfolio oder Shop und ganz unten die Social-Icons. Genau ein Knopf trägt die Akzentfarbe, nämlich der Buchungsknopf, jede Beschriftung beginnt mit einem Verb und hat höchstens drei Wörter. Tote Links, Rabattcodes und PDF-Preislisten gehören nicht auf die Seite.

Das Wichtigste in Kürze
  • Instagram zeigt in der Bio einen Link prominent, DMs skalieren nicht. Die Seite hinter dem Link ist dein wichtigster Klick.
  • Reihenfolge nach Nutzen: Buchung oben, Social unten. Ohne Scrollen sind zwei bis drei Knöpfe sichtbar, mehr nicht.
  • Ein Knopf in der Akzentfarbe, der Rest ruhig. Beschriftung mit Verb und maximal drei Wörtern.
  • Tote Links, fünfzehn gleichwertige Knöpfe, Rabattcodes und PDF-Preislisten kosten Anfragen.
  • Miss zwei Zahlen: Klicks pro Knopf und Anfragen pro Woche. Einmal im Monat reicht.
Inhalt
  1. Warum ist der eine Link in der Bio der wichtigste Klick?
  2. Welche sieben Bausteine gehören auf die Seite, und in welcher Reihenfolge?
  3. Was gehört nicht auf die Seite?
  4. Baustein, Zweck und Beschriftung auf einen Blick
  5. Wie beschriftest du die Knöpfe richtig?
  6. Welche Farben gehören auf die Seite?
  7. Vorlage: der Bio-Text, der auf den Link zeigt
  8. Checkliste: Seite in 20 Minuten aufsetzen
  9. Woran erkennst du, dass die Seite arbeitet?

Instagram lässt mehrere Links in der Bio zu, prominent angezeigt wird aber nur einer, der Rest steckt hinter dem Ausklappen. Wer nach dem Besuch deines Profils ein Tattoo bei dir will, hat also zwei Wege: die Direktnachricht oder diesen einen Link. Der erste landet in deiner Inbox zwischen Spam und Nachrichten von Freunden. Der zweite landet dort, wo du ihn hinlegst. Deshalb entscheidet die Seite hinter dem Link, ob aus einem Profilbesuch eine Anfrage wird.

Rechne kurz nach. Ein Profil mit 10'000 Followern bekommt an einem guten Tag ein paar hundert Profilbesuche. Davon tippen vielleicht drei bis fünf Prozent auf den Link. Das sind zehn bis zwanzig Personen pro Tag, die bewusst mehr wollen als scrollen. Landen sie auf einer Seite, die zuerst Merch, dann eine Playlist und dann einen toten Guest-Spot-Link zeigt, verlierst du die Hälfte, bevor sie den Buchungsknopf sehen.

DMs skalieren nicht. Jede Anfrage per Direktnachricht kostet dich Rückfragen zu Motiv, Stelle, Grösse und Termin, einzeln, in der Pause zwischen zwei Sessions. Der Link nimmt diese Arbeit vorweg: Er führt zum Formular, das die Angaben abfragt, zur Flash-Seite mit fixen Preisen oder zur Warteliste, wenn du gerade zu bist. Wie viel Zeit das spart, steht im Artikel zu Instagram-Anfragen organisieren.

Welche sieben Bausteine gehören auf die Seite, und in welcher Reihenfolge?

Die Reihenfolge ist keine Geschmacksfrage. Oben steht, was Termine bringt und dir Arbeit abnimmt. Unten steht, was nett ist. Auf dem Handy sehen die meisten Besucher ohne zu scrollen den Kopf der Seite und zwei bis drei Knöpfe. Alles darunter kostet einen Daumen mehr, und jeder Daumen kostet Leute.

  1. Buchung oder Anfrage: Der Hauptknopf. Er führt zum Anfrageformular für Custom-Projekte oder direkt zur Terminwahl. Warum das besser läuft als jede DM, steht im Artikel Buchungslink statt Instagram-DM.
  2. Flash: Fertige Motive mit Preis und Grösse. Flash verkauft sich über Impulse, deshalb gehört der Knopf weit nach oben. Ohne aktuelles Flash bleibt der Platz leer statt ein leerer Knopf.
  3. Verfügbarkeit und Guest Spots: Sind die Books offen, wo bist du in den nächsten Monaten, welche Tage sind frei. Das beantwortet die häufigste DM-Frage, bevor sie gestellt wird.
  4. Warteliste: Wenn du zu bist oder einen Guest Spot erst planst, ist die Warteliste dein Buchungsknopf. Wie du sie führst, steht im Artikel zu Warteliste und Books open.
  5. Booking Info, Aftercare, FAQ: Kurze Textseiten mit Anzahlung, Storno-Regeln, Pflege und den fünf Fragen, die jede Woche kommen. Jede Frage, die hier steht, ist eine DM weniger.
  6. Portfolio und Shop: Externe Links zu Website, Prints oder Merch. Wichtig, aber nicht der Grund, warum jemand auf deinen Bio-Link tippt.
  7. Social und Kontakt: Icons für Instagram, TikTok, WhatsApp, E-Mail, Telefon. Ganz unten, klein, ohne Konkurrenz zum Hauptknopf.

Nicht jeder Artist braucht alle sieben. Wer nur Custom macht, hat keinen Flash-Knopf, wer nur im Heimstudio arbeitet, keine Guest-Spot-Liste. Zeige, was gerade wahr ist, und blende aus, was gerade nicht gilt. Vier aktive Knöpfe schlagen zehn, von denen drei ins Leere führen.

Was gehört nicht auf die Seite?

  • Tote Links: Der Guest Spot vom letzten Frühling, der ausverkaufte Flash-Drop, der leere Shop. Jeder tote Link kostet Vertrauen, und der Besucher tippt danach vorsichtiger.
  • Fünfzehn gleichwertige Knöpfe: Wenn alles gleich aussieht, ist nichts wichtig. Der Besucher überfliegt, findet den Buchungsknopf nicht und schreibt am Ende doch eine DM.
  • Rabattcodes und Gewinnspiele: Sie ziehen Klicks von der Buchung ab und locken Leute an, die nur wegen des Rabatts kommen. Aktionen gehören in die Story mit Ablaufdatum, nicht dauerhaft auf die Seite.
  • PDF-Preislisten: Ein PDF lädt langsam, ist auf dem Handy kaum lesbar und am Tag nach dem Upload veraltet. Preise gehören beim Flash direkt ans Motiv oder als Spanne in die Booking Info.

Baustein, Zweck und Beschriftung auf einen Blick

BausteinZweckBeispiel-Beschriftung
Buchung / AnfrageCustom-Anfrage mit allen Angaben in einem Schritt'Tattoo buchen', 'Termin anfragen'
FlashFertige Motive mit Preis sofort buchbar'Flash aussuchen'
VerfügbarkeitBooks-Status, freie Tage, Guest Spots'Freie Tage sehen'
WartelisteInteressenten sammeln, wenn du zu bist'Auf Warteliste'
Booking InfoAnzahlung, Storno und Ablauf klären'Booking Info lesen'
AftercarePflege nach dem Termin, entlastet DMs'Pflege nachlesen'
FAQ und RegelnHäufige Fragen vorab beantworten'Fragen und Regeln'
Portfolio / ShopArbeiten zeigen, Prints verkaufen'Portfolio ansehen', 'Prints kaufen'
SocialWeitere Kanäle und KontaktIcons ohne Text

Wie beschriftest du die Knöpfe richtig?

Zwei Regeln reichen. Erstens: Verb statt Substantiv. 'Tattoo buchen' sagt, was passiert, 'Buchung' sagt nur, worum es geht. 'Flash aussuchen' schlägt 'Flash', 'Freie Tage sehen' schlägt 'Verfügbarkeit'. Zweitens: höchstens drei Wörter, sonst bricht der Text auf dem Handy in zwei Zeilen um und der Knopf sieht aus wie ein Absatz. Schreib aus Sicht des Kunden: 'Anfrageformular' ist dein Wort, 'Termin anfragen' ist seins. Ausrufezeichen und Grossbuchstaben machen den Knopf lauter, aber nicht klarer.

Welche Farben gehören auf die Seite?

Eine einzige Regel: Genau ein Knopf trägt die Akzentfarbe, und das ist der Buchungsknopf. Alle anderen bleiben ruhig, entweder in einer Farbvorlage mit abgestuften Tönen oder einfarbig neutral. Wer gern bunt arbeitet, nimmt eine Vorlage wie Pastell oder Sonnenuntergang und hebt den Hauptknopf trotzdem ab. Prüfe die Lesbarkeit auf dem Handy: helle Schrift auf hellem Gelb sieht auf dem Studio-Monitor gut aus und im Sonnenlicht nicht mehr.

Die Instagram-Bio hat 150 Zeichen. Sie muss drei Dinge sagen: was du machst, wo du bist und was hinter dem Link passiert. Den letzten Punkt vergessen die meisten. Wer nicht sagt, dass die Buchung über den Link läuft, bekommt sie weiter per DM.

Instagram-Bio für Tattoo Artists (unter 150 Zeichen)Vorlage
[Stil] Tattoo Artist, [Stadt]
Books [offen bis Dezember / zu, Warteliste offen]
Anfrage, Flash und freie Tage über den Link
Buchung nur über die Seite, nicht per DM

Ausgefüllt: 'Blackwork und Fineline, Zürich. Books offen für Nov bis Jan. Anfrage, Flash und freie Tage über den Link. Buchung nur über die Seite, nicht per DM.' Das sind 147 Zeichen, und jeder Satz erledigt einen Job.

Checkliste: Seite in 20 Minuten aufsetzen

  1. Link-Namen wählen (2 Minuten): Am besten dein Instagram-Handle. Prüfe, ob er frei ist.
  2. Kopf füllen (3 Minuten): Profilbild, Name, ein Satz zu Stil und Ort. Kein Lebenslauf.
  3. Hauptknopf einrichten (5 Minuten): Formular oder Terminwahl verbinden und auf dem eigenen Handy testen.
  4. Weitere Knöpfe (3 Minuten): Zwei bis vier Bausteine nach der Reihenfolge oben aktivieren, alles andere aus.
  5. Beschriftungen prüfen (2 Minuten): Verb vorne, höchstens drei Wörter.
  6. Farben setzen (2 Minuten): Akzentfarbe auf den Hauptknopf, Rest ruhig.
  7. Live schalten (3 Minuten): Link in die Instagram-Bio kopieren, Bio-Text nach der Vorlage anpassen, einmal selbst vom Profil bis zum Formular durchtippen.

Woran erkennst du, dass die Seite arbeitet?

Zwei Zahlen reichen: Klicks pro Knopf und Anfragen pro Woche. Die erste zeigt, was Besucher wollen. Die zweite zeigt, ob sie ankommen.

  • Klicks pro Knopf: Bekommt der Buchungsknopf die meisten Klicks, stimmt die Reihenfolge. Liegt das Portfolio vorn, ist der Hauptknopf zu unauffällig.
  • Anfragen pro Woche: Zähle die Anfragen aus dem Formular, nicht die DMs. Steigen die Klicks, aber die Anfragen nicht, verlierst du Leute im Formular: zu lang, zu viele Pflichtfelder.
  • Anteil Formular zu DM: Ziel sind mehr als zwei Drittel aller Anfragen über das Formular. Liegt der Anteil darunter, fehlt in der Bio der Satz 'Buchung nur über die Seite'.
  • Knöpfe ohne Klicks: Weniger als zehn Klicks in vier Wochen, dann nach unten oder raus.

Schau die Zahlen einmal im Monat an, nicht täglich. Änderungen an Reihenfolge und Beschriftung brauchen zwei bis drei Wochen, bis der Effekt sichtbar wird.

FAQ

Häufige Fragen

Brauche ich Linktree als Tattoo Artist?

Nicht zwingend. Linktree ist eine generische Linkliste mit Gratis-Stufe und Bezahlstufen; Buchung, Flash und Warteliste liegen dort immer in einem anderen Tool, zu dem der Klick weiterführt. Wenn du nur Portfolio und Shop verlinken willst, reicht das. Sobald Anfragen oder Termine über die Seite laufen sollen, ist jeder zusätzliche Sprung eine Stelle, an der du Leute verlierst. Dann ist eine Seite sinnvoller, in der Formular, Flash und Warteliste direkt eingebaut sind.

Wie viele Links gehören in die Instagram-Bio?

In der Bio selbst einer, nämlich der zu deiner Seite. Instagram zeigt einen Link prominent an, alles Weitere versteckt sich hinter einem Ausklappen, das kaum jemand nutzt. Auf der Seite dahinter sind vier bis sieben Knöpfe ein guter Rahmen. Alles darüber verwässert den Buchungsknopf.

Soll der Buchungslink oder das Portfolio oben stehen?

Der Buchungslink. Wer auf deinen Bio-Link tippt, hat dein Portfolio gerade gesehen, denn das ist dein Instagram-Profil. Der Klick auf den Link ist der nächste Schritt, und der heisst Anfrage, Flash oder Warteliste. Das Portfolio auf der externen Website gehört auf die Seite, aber in die untere Hälfte.

Wie ändere ich den Link-Namen meiner Seite?

In den Einstellungen deines Tools, meist unter Profil oder Link-Name. Nimm deinen Instagram-Handle, wenn er frei ist. Wichtig: Der alte Link funktioniert nach der Änderung in der Regel nicht mehr. Aktualisiere danach die Instagram-Bio, Story-Highlights, Visitenkarten und den QR-Code im Studio. Bei Taddoo ist der Link-Name frei wählbar und die App prüft beim Tippen live, ob er verfügbar ist.

Was schreibe ich in die Bio, wenn meine Books zu sind?

Sag es klar und nenne den nächsten Schritt: 'Books zu bis März, Warteliste über den Link'. So bekommen Interessenten einen Ort, an dem sie sich eintragen können, und du bekommst keine DMs mit der Frage, wann es weitergeht. Der Wartelisten-Knopf rückt in dieser Zeit auf der Seite nach oben, der Buchungsknopf geht aus oder führt zur Warteliste.

Vom Taddoo-Team, gebaut von Artists und Booking-Managern für Artists. Veröffentlicht am 12. September 2026, zuletzt aktualisiert am 13. September 2026.

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