Tattoo-Anfragen lassen sich automatisieren, wenn ein KI-Assistent wie Claude oder ChatGPT gleichzeitig deine Nachrichten lesen und in deiner Studio-Software schreiben darf. Mit Taddoo geht das über einen Connector nach dem offenen Standard MCP: Du gibst dem Assistenten eine Mail aus Gmail, einen Instagram-Screenshot oder einfach einen Satz, und er legt daraus Kunde, Termin mit allen Projektangaben, Anzahlungslink und Einverständnis-Link an. Jede Änderung zeigt er vorher als Vorschau, geschrieben wird erst nach deiner Bestätigung.
- Das Problem sind nicht zu wenige Anfragen, sondern zu viele Kanäle: Instagram, Mail, WhatsApp und Formular laufen nebeneinander her.
- Ein KI-Assistent mit Connector ist der Klebstoff dazwischen. Er liest die Nachricht dort, wo sie liegt, und trägt das Ergebnis in deiner App ein.
- Am Ende steht immer dasselbe: Kunde, Termin mit Motiv, Stelle und Grösse, Anzahlungslink und Einverständnis-Link.
- Ein Connector ersetzt zehn Einzel-Integrationen. Jedes Werkzeug, das MCP spricht, kann mit deinem Taddoo-Konto arbeiten.
- Du behältst die Kontrolle: Vorschau vor jeder Änderung, und Kunden hören weiter von dir, nicht vom Assistenten.
Inhalt
- Das eigentliche Problem: Anfragen kommen überall an
- Die Idee: viele Kanäle rein, ein Ablauf raus
- Was ist MCP, in einem Satz?
- Vier Wege, wie Anfragen in den Ablauf kommen
- Was am Ende in Taddoo steht
- Beispiel: von der Mail zum gebuchten Termin
- Warum ein Connector statt zehn Integrationen
- Kontrolle und Datenschutz
Das eigentliche Problem: Anfragen kommen überall an
Eine Woche im Leben eines Tattoo-Artists: zwölf Instagram-DMs, sechs Mails, drei WhatsApp-Nachrichten von Stammkunden und ein paar Einträge aus dem Anfrageformular. Jede Anfrage ist ein kleines Projekt mit Motiv, Stelle, Grösse, Referenzbildern und einem Wunschtermin. Und jede muss von Hand in den Kalender, in die Kundenkartei und in eine Antwort mit Anzahlungslink übertragen werden.
Die Zeit geht nicht beim Tätowieren verloren, sondern beim Übertragen. Genau dieser Schritt lässt sich heute an einen KI-Assistenten abgeben, wenn er nicht nur Texte schreibt, sondern auch Zugriff auf deine Studio-Software hat.
Die Idee: viele Kanäle rein, ein Ablauf raus
Instagram-DM · Mail in Gmail · WhatsApp · Satz im Chat · eigene Software ↓ KI-Assistent (Claude, ChatGPT oder ein anderes Programm, das MCP spricht) ↓ Taddoo-Connector (MCP) ↓ Kunde + Termin mit Projektangaben + Anzahlungslink + Einverständnis
Der Assistent ist der Übersetzer in der Mitte. Er versteht eine unordentliche Nachricht ("so ein Wolf, ungefähr handgross, am Unterarm, geht das noch vor Weihnachten?") und macht daraus saubere Felder. Der Taddoo-Connector ist die Tür in dein Konto: Über ihn findet der Assistent echte freie Zeiten und legt Kunde und Termin an. Danach übernimmt die App, was sie ohnehin macht: Erinnerung vor dem Termin, Quittung nach dem Auschecken, Nachsorge-Mail am Tag danach.
Was ist MCP, in einem Satz?
MCP (Model Context Protocol) ist ein offener Standard, über den KI-Assistenten mit Apps arbeiten: Die App stellt Werkzeuge bereit wie "freie Zeiten finden" oder "Termin anlegen", der Assistent nutzt sie, sobald du dich einmal mit deinem Konto angemeldet hast. Wie du Claude oder ChatGPT verbindest, steht Schritt für Schritt im Ratgeber Tattoo-Termine mit ChatGPT und Claude verwalten.
Vier Wege, wie Anfragen in den Ablauf kommen
1. Instagram: Screenshot statt Abtippen
Instagram lässt keine fremden Programme in deine DMs, und das ist auch gut so. Der schnellste Weg ist ein Screenshot der Unterhaltung, den du in den Chat mit deinem Assistenten legst. Er liest Name, Handle, Motiv, Stelle, Grösse und Wunschzeitraum heraus, schlägt freie Termine vor und legt nach deiner Bestätigung Kunde und Termin an. Mehr zum Sortieren der DMs steht im Artikel zu Instagram-Anfragen.
2. Gmail: zwei Connectors nebeneinander
Hier wird es richtig spannend. Claude hat einen eigenen Connector für Gmail. Aktivierst du im selben Chat Gmail und Taddoo, arbeitet der Assistent in einem Durchgang mit beiden: Er liest die neuen Anfragen in deinem Postfach, gleicht sie mit deinem Kalender ab und legt pro Anfrage Kunde und Termin an, jeweils mit Vorschau. Deine Mails bleiben dabei in Gmail, Taddoo bekommt nur, was du bestätigst. In ChatGPT hängt es vom Modus ab, ob Gmail und ein eigener Connector im selben Chat zusammen laufen; sonst kopierst du die Mail einfach in den Chat. Referenzbilder aus Anhängen übernimmt nicht jeder Assistent direkt; wenn nicht, hängst du sie in der App mit zwei Tipps an.
3. Der Chat selbst: Diktieren auf dem Weg ins Studio
Nicht jede Anfrage ist schriftlich. Ein Stammkunde fragt beim Auschecken nach dem nächsten Termin, jemand ruft an, ein Kollege fragt nach einem Guest Spot. Du sagst dem Assistenten in der Claude- oder ChatGPT-App einfach, was ansteht: "Leg Jonas für ein Rückenteil an, vier Sessions à fünf Stunden, erste im November, 150 Franken Anzahlung." Den Rest erledigt der Connector.
4. Eigene Software und Agenten
MCP ist ein offener Standard, also funktioniert der Taddoo-Connector nicht nur mit Claude und ChatGPT, sondern mit jedem Programm, das MCP spricht und die Anmeldung per OAuth unterstützt: Entwicklerwerkzeuge wie Cursor oder Claude Code, Automatisierungen oder ein eigener Agent. Für die eigene Website gibt es zusätzlich die öffentliche Website-API mit SDK: Dort landen Anfragen, Flash-Buchungen und Wartelisten direkt in der App, ganz ohne Assistent dazwischen.
Was am Ende in Taddoo steht
- Kunde: Name, Telefon, Mail und Instagram-Handle, mit Notiz, falls etwas Wichtiges in der Anfrage stand. Existiert die Person schon, findet der Assistent sie in deiner Kartei.
- Termin mit Projektangaben: Motiv, Körperstelle, Grösse, Dauer, Preis oder Preisspanne und Referenzbilder, an einem Tag, der wirklich frei ist (inklusive Ferien, Guest Spots und gesperrter Tage).
- Anzahlungslink: Betrag nach deiner Vorgabe, bezahlbar per Karte, Apple Pay oder Google Pay. Der Link geht in deine Antwort an den Kunden.
- Einverständnis-Link: damit der Kunde das Formular schon vor dem Termin auf seinem Handy ausfüllt.
- Terminbestätigung: geht nur raus, wenn du sie ausdrücklich bestätigst.
- Alles danach: Erinnerung, Quittung und Nachsorge laufen wie gewohnt automatisch aus der App.
Beispiel: von der Mail zum gebuchten Termin
- Abends schreibst du in Claude: "Geh meine neuen Tattoo-Anfragen in Gmail von heute durch."
- Der Assistent fasst vier Mails zusammen: zwei kleine Fineline-Motive, ein Coverup mit Fragen, eine Terminverschiebung.
- Für die zwei kleinen Motive schlägt er je drei freie Zeiten vor und zeigt die Vorschau: neue Kundin, Termin, 80 Franken Anzahlung.
- Du bestätigst. Taddoo legt Kundinnen und Termine an und erstellt die Anzahlungslinks.
- Der Assistent formuliert die Antworten mit den Links; du schickst sie aus Gmail ab oder lässt sie als Entwurf liegen.
- Das Coverup markierst du für ein Beratungsgespräch, die Verschiebung trägt der Assistent nach deiner Bestätigung ein.
Lies meine ungelesenen Tattoo-Anfragen von heute in Gmail. Fass jede in einer Zeile zusammen und schlag für kleine Motive bis zwei Stunden je drei freie Termine in den nächsten vier Wochen vor. Leg noch nichts an, bevor ich es sage.
Hier ist eine Anfrage von Instagram. Leg die Person als Kundin an, trag einen Termin von drei Stunden am ersten freien Samstag ein und erstell einen Anzahlungslink über 100 Franken.
Zeig mir alle offenen Anfragen aus meinem Anfrageformular, die älter als drei Tage sind, und schlag für jede einen passenden Termin vor.
Warum ein Connector statt zehn Integrationen
Früher hätte man für diesen Ablauf pro Werkzeug eine Integration gebraucht: eine für Gmail, eine für das Formular, eine für den Kalender, verbunden über Zapier oder Make, mit festen Regeln, die bei der ersten ungewöhnlichen Anfrage brechen. Ein Assistent mit Connector arbeitet anders. Er versteht auch die Mail, die in kein Schema passt, und Taddoo braucht nur eine einzige Schnittstelle, die mit jedem Assistenten funktioniert, der MCP spricht.
| Von Hand | Zapier mit festen Regeln | Assistent mit Taddoo-Connector | |
|---|---|---|---|
| Versteht freie Texte und Screenshots | Ja | Kaum | Ja |
| Kennt deine freien Zeiten | Ja | Nur mit Zusatzaufwand | Ja, live |
| Legt Kunde und Termin an | Ja, selbst | Ja, wenn die Regel passt | Ja, nach Bestätigung |
| Anzahlungs- und Einverständnis-Link | Von Hand | Aufwendig | Auf Zuruf |
| Einrichtung | Keine | Stunden, pro Werkzeug | Einmal verbinden |
| Kontrolle vor dem Schreiben | Ja | Nein, läuft automatisch | Vorschau bei jeder Änderung |
Kontrolle und Datenschutz
Der Assistent sieht nur das Taddoo-Konto, mit dem du dich angemeldet hast. Lesen geht sofort, jede Änderung kommt zuerst als Vorschau. In der Taddoo-App siehst du unter Einstellungen > KI verbinden jede verbundene App und trennst sie mit einem Tipp. Was du in den Chat schreibst und was der Assistent aus Gmail liest, verarbeitet dein KI-Anbieter nach seinen eigenen Regeln. Prüfe dort, ob Chats zum Training verwendet werden, und schalte das bei Bedarf aus. Gesundheitsangaben gehören nicht in den Chat, die bleiben in der Einverständniserklärung.
Häufige Fragen
Kann eine KI meine Instagram-Anfragen direkt lesen?
Nein, Instagram erlaubt fremden Programmen keinen Zugriff auf deine DMs. Der schnellste Weg ist ein Screenshot der Unterhaltung im Chat mit Claude oder ChatGPT. Der Assistent liest die Angaben heraus und legt mit dem Taddoo-Connector Kunde und Termin an.
Wie kommen Tattoo-Anfragen aus Gmail automatisch in meinen Kalender?
Aktiviere in Claude den Gmail-Connector und den Taddoo-Connector im selben Chat. Dann kann der Assistent deine Anfragen in Gmail lesen, freie Zeiten in Taddoo finden und nach deiner Bestätigung Kunde, Termin und Anzahlungslink anlegen.
Verschickt der Assistent Antworten an meine Kunden?
Nicht von selbst. Er erstellt Links und formuliert Antworten für dich. Abschicken tust du, und eine Terminbestätigung aus Taddoo geht nur raus, wenn du sie ausdrücklich bestätigst.
Funktioniert der Taddoo-Connector auch mit anderen Programmen als ChatGPT und Claude?
Ja. MCP ist ein offener Standard. Jedes Programm, das MCP spricht und die Anmeldung per OAuth unterstützt, kann mit deinem Taddoo-Konto arbeiten, zum Beispiel Cursor, Claude Code oder ein eigener Agent. Für die eigene Website gibt es zusätzlich die Taddoo-API mit SDK.
Brauche ich dafür Zapier oder Make?
Nein. Der Assistent ersetzt die festen Regeln einer Zapier-Automation, weil er auch unordentliche Nachrichten versteht. Du verbindest Taddoo einmal und nutzt es in jedem Chat.
Was kostet das?
Bei Taddoo ist der Connector in jedem Plan enthalten, ab 14 CHF im Monat. Beim KI-Anbieter brauchst du ein Abo, das eigene Connectors erlaubt.
Vom Taddoo-Team, gebaut von Artists und Booking-Managern für Artists. Veröffentlicht am 8. Oktober 2026, zuletzt aktualisiert am 8. Oktober 2026.




